geplantes Programm *
AI Integrated Production Summit 2026
10. Juni 2026 - Werksführung und Networking-Event
ab 16:00 Uhr
Werksführung durch die Karlsruher Forschungsfabrik
Die Karlsruher Forschungsfabrik für KI-integrierte Produktion steht für anwendungsorientierte Forschung in realen industriellen Fertigungsprozessen. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung etablierter Verfahren sowie die Überführung innovativer, noch nicht ausgereifter Ansätze in die Praxis. Beteiligt sind das wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Fraunhofer-Institute IOSB und ICT. Durch konsequente Digitalisierung bringen wir Methoden der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens zuverlässig in die industrielle Anwendung. Unsere Kompetenzen reichen von der flexiblen und anpassungsfähigen Batterie- und Elektromotorenfertigung über die Demontage von Brennstoffzellen und additive Fertigung bis hin zu innovativen Konzepten wie der Wertstromkinematik mit wandlungsfähigen Robotersystemen. Erleben Sie vor Ort, wie zukunftsweisende Produktionstechnologien entwickelt und umgesetzt werden, und gewinnen Sie spannende Einblicke in die Produktion der Zukunft!
ab 17:00 Uhr
Networking und Get-together
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns bei einem Networking Get-together auf die Veranstaltung einzustimmen! Kommen Sie miteinander ins Gespräch und tauschen Sie sich über aktuelle Themen aus. Genießen Sie intensives Networking in stimmungsvoller Atmosphäre!
11. Juni 2026 - Vortragstag und Fachausstellung
08:00 - 09:00 Uhr
Empfang und Registrierung
09:00 - 09:15 Uhr
Begrüßung

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer
Institutsleiter
wbk Institut für Produktionstechnik des KIT

Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer
Institutsleiter
Fraunhofer ISOB

Prof. Dr.-Ing. Frank Henning
Institutsleiter
Fraunhofer ICT

Benedikt Hofmann
Chefredakteur MM MaschinenMarkt
Vogel Communications Group
9:15 – 9:45 Uhr
Keynote-Vortrag
Essentials der Digitalisierung aus Sicht der Industrie

Chief Operations Officer (COO) for automation business und Chief Technology Officer (CTO) Siemens Digital Industries
Siemens AG
Themenblock: Künstliche Intelligenz
9:45 - 10:05 Uhr
Industrial AI - Entwicklungstrends und Potenziale

Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer
Institutsleiter
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
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Das Fraunhofer IOSB arbeitet seit jeher mit Signalen und Daten, die in der Produktion anfallen. Frühere Schlagworte wie Expertensysteme und Big Data hat das IOSB maßgeblich mitgeprägt. Heute revolutionieren Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) und maschinelle Lernverfahren (ML) viele Aufgaben im Engineering und Betrieb der Produktion: Fortschrittliche Algorithmen ermöglichen die Interpretation von großen und komplexen Datenmengen, so dass daraus Erkenntnisse gewonnen und Mehrwerte generiert werden können. Beispiele sind eine verbesserte Qualität und minimierter Ausschuss durch Qualitätsprognosen sowie optimierte Maschinenparametrierung, minimierte Ausfallzeiten durch Echtzeitüberwachung und Wartungsprognosen oder eine gesteigerte Gesamtleistung durch automatisierte Entscheidungsprozesse.
In seinem Vortrag stellt Prof. Beyerer aktuelle Arbeiten des IOSB sowie relevante Entwicklungstrends vor.
10:05 - 10:30 Uhr
Künstliche Intelligenz transformiert die Holzwerkstoffindustrie: Chancen, Herausforderungen und Perspektiven

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Künstliche Intelligenz ist zu einem festen Bestandteil von Digitalisierungslösungen in Holzwerkstoffanlagen geworden und eröffnet enormes Potenzial.
Während einige Industrieunternehmen den Einsatz von KI noch nicht in den Fokus stellen oder deren Nutzen nicht vollständig verstehen, ist sie für andere bereits unverzichtbar. Letztere wissen aus Erfahrung, wie selbstlernende und selbstoptimierende Algorithmen sie bei Routine- und komplexen Aufgaben unterstützen und die tägliche Arbeit erleichtern.
In der Produktion von Holzwerkstoffen spielt KI eine wichtige Rolle. Mit KI-gestützten Tools werden Produktionsanlagen zunehmend intelligenter. Anlagenbetreiber profitieren von mehr Transparenz über ihre Prozesse und erhalten tiefere Einblicke durch Daten, die zuvor nicht zugänglich waren.
Digitalisierungslösungen mit intelligenten Algorithmen – wie sie in der EVORIS-Plattform integriert sind – ermöglichen die kontinuierliche Überwachung, Vorhersage und Optimierung von Produktionsprozessen. Durch umfassende Analysen von Live-Daten treffen Betreiber schnellere und fundiertere Entscheidungen. Das führt zu höherer Anlagenverfügbarkeit, gleichbleibend hoher Produktqualität, weniger Ausschuss und reduziertem Einsatz teurer Rohstoffe wie Holz, Leim und Energie. Dadurch entstehen neue Einsparpotenziale und eine höhere Effizienz.
KI-basierte Systeme können Abweichungen im Produktionsprozess frühzeitig erkennen und den Betreiber informieren. Nutzer erhalten automatisierte Einblicke in Prozess- und Produktparameter sowie Betriebsbedingungen. So können Ursachen von Störungen schnell identifiziert und behoben werden, wodurch Stillstände vermieden oder reduziert werden.
10:30 - 10:55 Uhr
Vom analogen Prozess der Garniturenherstellung zur KI-integrierten Pilotlinie: Maschinelles Lernen und Bildverarbeitung in der Drahtfertigung bei Trützschler


Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
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Die Drahtfertigung bei Trützschler ist ein hochpräziser, aber bislang kaum digital erfasster Prozess. Qualität und Produktausbeute hängen stark vom Erfahrungswissen weniger Expertinnen und Experten ab; Qualitätsprüfungen finden überwiegend zeitverzögert im Labor statt. Das führt zu Ausschuss, unnötigem Energieverbrauch und schwer planbaren Stillständen.
Im gemeinsamen Projekt von Trützschler und Fraunhofer IOSB wird eine bestehende Drahtlinie zu einer KI-fähigen Pilotlinie weiterentwickelt. Dazu werden Prozesszustände (z. B. Temperaturen, Vibrationen, Drücke, Drahtspannung, Umgebungsbedingungen), Qualitätsmerkmale des Drahtes (Geometrie, Oberfläche) sowie Betriebsdaten (Stillstände, Fehler, Aufträge, Prüfzeugnisse) durchgängig erfasst und in einem gemeinsamen Datenmodell zusammengeführt.
Ein besonderer Schritt nach vorn ist die automatische Erfassung der Drahtgeometrie direkt in der Linie: Erst neueste Hochgeschwindigkeitskameras mit sehr hoher Auflösung machen es möglich, die extrem kleinen Toleranzen bei voller Prozessgeschwindigkeit zuverlässig zu messen – was bisher nur stichprobenartig und offline im Labor möglich war.
Auf dieser Basis entsteht ein Verhaltensmodell der Linie, das Zusammenhänge zwischen Rohmaterial, Prozesseinstellungen, Energieeinsatz und Qualität sichtbar macht. Es bildet die Grundlage für Online-Qualitätsüberwachung, datenbasierte Optimierung von Prozessparametern und strukturelle Verbesserungen – insbesondere im energieintensiven Härteprozess. Der Vortrag zeigt, wie eine klassische Brownfield-Anlage Schritt für Schritt zur KI-integrierten Pilotlinie wird, welche Effizienz- und Qualitätshebel sich bereits abzeichnen und welche Learnings für die Übertragung auf weitere Linien und andere Branchen relevant sind.
10:55 - 11:20 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
Themenblock: Modulare Steuerungsarchitekturen und Anlagenkonzepte
11:20 - 11:40 Uhr
Fachvortrag zu modularen Steuerungsarchitekturen und Anlagenkonzepten

11:40 - 12:05 Uhr
Industrielles Praxisbeispiel zu modularen Steuerungsarchitekturen und Anlagenkonzepten

12:05 - 12:30 Uhr
Weiterer Vortrag zu modularen Steuerungsarchitekturen und Anlagenkonzepten

Director Production Planning and Technology Development Powertrain worldwide
Mercedes-Benz AG
12:30 - 13:30 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
13:30 - 14:30 Uhr
Deep-Dive
Es erwarten Sie "Thementische" mit den Vortragenden der jeweiligen Blöcke. Ergreifen Sie hier die Chance, Themen zu vertiefen, Fragen zu stellen und ganz persönliche Inspirationen mitzunehmen.
Themenblock: Multi-physikalische Modelle zur Produkt- und Prozessentwicklung
14:30 - 14:55 Uhr
Multi-physikalische CAE-Ketten für die Produkt- und Prozessentwicklung im Faserverbundleichtbau

Leitung des Institutsteils Leichtbau, Professorin für Digitalisierung im Leichtbau
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST)
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Am Institutsteil Leichtbau des KIT werden durchgängige CAE-Ketten zur Realisierung digitaler Zwillinge von Faserverbundprozessen und -produkten entwickelt. Physikalisch basierte Modelle für solid- und fluidmechanische Verarbeitungsschritte sowie deren Verknüpfung zu durchgängigen Simulationsketten bilden die Grundlage für eine frühe virtuelle Absicherung von Bauteileigenschaften und Herstellbarkeit. Dadurch lassen sich Entwicklungszeiten verkürzen und kostspielige Iterationsschleifen vermeiden. In enger Kooperation mit dem Bereich Polymer Engineering des Fraunhofer ICT können so neue Fertigungsprozesse ressourceneffizient entwickelt und optimiert werden. Gleichzeitig dienen die experimentellen Versuche am Fraunhofer ICT zur Charakterisierung und Validierung der am KIT entwickelten multi-physikalischen Modelle und CAE-Kette.
14:55 - 15:20 Uhr
Virtuelle Prozessketten als Wegbereiter für das digitale Engineering: Multi-physikalische Modellierung für fortschrittliche Leichtbaukonstruktionen

Project Leader Advanced Simulation & Digital Engineering for Composites
SIMUTENCE GmbH
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Die Entwicklung fortschrittlicher Leichtbaukonstruktionen erfordert ingenieurtechnische Methoden, mit denen sich die immer komplexer werdenden Wechselwirkungen zwischen Materialien, Fertigungsprozessen und struktureller Leistungsfähigkeit bewältigen lassen. Digital Engineering bildet die Grundlage für diesen Wandel, indem es datengesteuerte, modellbasierte Entwicklungsabläufe ermöglicht, die Produktdesign, Konstruktion und Fertigung miteinander verbinden. In der Entwurfsphase werden Konzepte und funktionale Anforderungen in ein CAD-Modell umgesetzt. Während der Konstruktion werden geeignete Werkstoffe bewertet und das Strukturverhalten mittels FEA validiert, um die mechanische Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Bei der Fertigungsvalidierung kommen dann Umform- oder Formfüllsimulationen zum Einsatz, um die Herstellbarkeit frühzeitig zu bewerten und den Entwurf für eine robuste Verarbeitung anzupassen.
Auf dieser Grundlage setzen virtuelle Prozessketten die Prinzipien des Digital Engineering in einen vernetzten Simulations-Workflow um, der die multiphysikalischen Eigenschaften der Verbundwerkstofffertigung und -leistung erfasst. Durch die Verknüpfung von Thermokinetik, Formverhalten und mechanischem Verhalten ermöglichen sie eine frühzeitige Vorhersage und Optimierung der Prozessrobustheit und der Bauteilleistung. Diese ganzheitliche Perspektive verkürzt Entwicklungszyklen, verringert das Investitionsrisiko und stellt sicher, dass Fertigungs- und Strukturanforderungen von Anfang an aufeinander abgestimmt sind. Diese Präsentation stellt solche virtuellen Prozessketten vor und zeigt, wie sie auf exemplarische industrielle Anwendungsfälle aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie angewendet werden. Sie verdeutlicht, wie die integrierte digitale Methodik von Simutence multiphysikalische Modellierung nutzt, um die zuverlässige und effiziente Entwicklung zukünftiger Leichtbaulösungen zu unterstützen.
15:20 - 15:45 Uhr
Abschlussvortrag
Was vom 2025´er UN Quantum Technologie Jahr übrig blieb ... Status und Aussichten für Manufacturing

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Wer sich zurückerinnert, 2018/2019 fing man mit der Verfügbarkeit erster Quantum Simulated -, Quantum Annealing - und Quantum Inspired - Compute Technologie an, erste reale Nutzungsszenarien für Quantum Computing in Automotive, Mobility, Finance oder Medikamenten Entwicklung in POC´s zu testen. Es wurde auch angekündigt, mit der Verfügbarkeit echter Quanten Computer in ca. 5 Jahren, würde dann durch Skalierung "Quantum Advantage" einen signifikanten Beitrag zur Wertschöpfung leisten. Ab 2021 ist die Welle der Begeisterung aber deutlich abgeebbt. Mehr noch, statt Quantum Advantage für Business Cases ist mit PQC zusätzlich ein neuer Angriffsvektor im Security Umfeld aufgetaucht und über allem thront der omnipräsente KI Hype. Dieser Impuls soll zu seiner offenen Diskussion zum aktuellen Status und zu Aussichten von Quantum Computing in Entwicklung und Produktion anregen, denn es tut sich einiges unter der Oberfläche, was aktuell Aufmerksamkeit verdient. Es wäre doch möglich, "Industrial Advantage" kann erst entfesselt werden, wenn beide Technologien KI und Quantum Computing zusammen gedacht werden.
15:45 - 16:15 Uhr
Farewell Coffee, Networking und Besuch der Ausstellung
* Stand April 2026, Änderungen vorbehalten










